Küchenreiniger im Vergleich der Stiftung Warentest

Küchenreiniger sind unumstritten die besten Reinigungsmittel für die Küche. Sie wurden nämlich genau aus diesem Grund konzipiert. Daher sind sie besonders effizient gegenüber den Arten von Schmutz, die in der Küche auftreten. Darunter beispielsweise Fettflecken und Brandspuren. Zumindest ist es das, was die Hersteller von Küchenreinigern versprechen. Doch halten wirklich alle was man von ihnen erwartet? Wenngleich die Mehrheit durchaus brauchbar ist, trifft das keineswegs auf alle erhältlichen Küchenreiniger zu. Es gibt einige Produkte, von denen man lieber Abstand nehmen sollte. Damit man also nicht gleich einen Fehlkauf landet, ist ein Küchenreiniger Test unausweichlich. Einen solchen hat die Stiftung Warentest 2016 durchgeführt. Wir möchten uns deren Ergebnisse und einige der getesteten Küchenreiniger vorstellen. Sie können sich also in Zukunft auf eine blitzeblanke Küche freuen!

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Kriterien und Gewichtung beim Küchenreiniger Test

Das Hauptkriterium ist wie zu erwarten das Reinigen mit 45%. Ebenfalls bedeutend waren Materialschonung mit 25% und Umwelt + Gesundheit mit 20%. Das letzterer Punkt in den Test aufgenommen wurde empfinden wir als sehr wichtig. Schließlich sollte man sowohl auf seine Gesundheit als auch auf die Umwelt achten. Die restlichen 10% entfielen auf das Sprüh- und Haftverhalten. Auch hier können wir nur zustimmen. Es war sinnvoll dieses einzubeziehen.

45%

Reinigen

25%

Materialschonung

20%

Umwelt und Gesundheit

10%

Sprüh- und Haft­verhalten

Küchenreiniger im Vergleich

Vorschaubild
2x Meister Proper Küchenspray 500ml Küchen Reiniger Spray Fettlöser Fettreiniger
Modell
Meister Proper Küche 3in1
Inhalt
500 ml
pH-Wert
10,9
Preis
Preis nicht verfügbar
Vorschaubild
2x Meister Proper Küchenspray 500ml Küchen Reiniger Spray Fettlöser Fettreiniger
Modell
Meister Proper Küche 3in1
Inhalt
500 ml
pH-Wert
10,9
Preis
Preis nicht verfügbar

© Stiftung Warentest Ausgabe (06/2016)

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Wie die Küchenreiniger im Vergleich der Stiftung Warentest abschnitten

Tatsächlich konnte die Mehrheit der getesteten Küchenreiniger positiv abschneiden. Insgesamt waren es ganze 17 Küchenreiniger, die gute Ergebnisse erzielten. Die restlichen 4 konnten Stiftung Warentest allerdings nicht zufriedenstellen. Immerhin erzielten aber auch davon 2 ein Befriedigend. Die anderen beiden teilten sich ein Ausreichend und ein Mangelhaft. Sieht also scheinbar wirklich so aus, als hätte die Mehrheit der Küchenreiniger einiges zu bieten. Zumindest wenn man von den Ergebnissen der Stiftung Warentest ausgeht. Da es sich hierbei allerdings um ein renommiertes Testunternehmen handelt, gibt es wirklich nichts bezüglich der Ergebnisse anzuzweifeln.

Diese Arten von Küchenreinigern wurden getestet

Küchenreiniger ist nicht gleich Küchenreiniger. Es gibt nämlich unterschiedliche Arten. Am häufigsten getestet wurden dabei Fettreinigersprays. Aber auch Scheuermilch und Universalreiniger wurden unter die Lupe genommen. Im Test durchsetzen konnte sich ein Fettreinigerspray von Cilit Bang. Dieses gehört allerdings auch zu den teuren Küchenreinigern. Der Preis ist es jedoch allemal wert. In den meisten Fällen können Fettreinigersprays Scheuermilch und Universalreiniger Paroli bieten. Das zeigte auch der Test der Stiftung Warentest. Lediglich die Schwächlinge unter den Fettreinigersprays, können mit deren Reinigungswirkung nicht mithalten.

Günstige vs. teure Küchenreiniger?

Der Preis ist immer ein wichtiges Kaufkriterium. Doch sind günstige Küchenreiniger wirklich schlechter als teuer Küchenreiniger? So genau lässt sich das nicht pauschalisieren. Allerdings konnte im Vergleich der Stiftung Warentest ein hochpreisiger Küchenreiniger das beste Ergebnis erzielen. In derselben Preisklasse waren allerdings noch zwei weitere Küchenreiniger, wovon einer nicht wirklich überzeugen konnte. Der Zweitplatzierte im Test ist sogar ein echtes Schnäppchen. Daher muss man wohl nicht zwangsweise auf ein teures Produkt zurückgreifen, wenn man einen guten Küchenreiniger haben möchte. Sollte man allerdings den besten Küchenreiniger wollen, sollte es einem das erforderliche Kleingeld wert sein.

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Reinigungswirkung von Küchenreinigern im Vergleich

Vor allem bei der Reinigungswirkung zeigt sich, was einen guten Küchenreiniger ausmacht. Das ist sehr gut an den Ergebnissen der Stiftung Warentest sichtbar. Während mit dem Testsieger gerade einmal 18 Mal hin und her geschrubbt werden musste, um eine fettverschmutzte Stahlplatte sauberzubekommen, wurde beim Testverlierer nach 100 Mal abgebrochen. Das ist ein massiver Unterschied, der sich auch beim Entfernen von eingebrannter Bratensoße bemerkbar machte. Der Testsieger konnte nach 25 Wischgängen 80% des Schmutzes beseitigen. Der Testverlierer schaffte gerade mal erbärmliche 5%. Es lohnt sich also den Test ernst zu nehmen. So erspart man sich nämlich eventuell eine Menge Frustration.

Sind Küchenreiniger gesundheitsschädlich?

Wie auch bei vielen anderen Reinigungsmitteln, bergen einige Küchenreiniger gesundheitliche Gefahren. Nicht selten geht die Reinigungskraft zudem auf Kosten der Umwelt. Menschen mit empfindlicher Haut sollten daher generell Handschuhe benutzen. Fettreinigersprays sollten auf keinen Fall mit Augen in Kontakt oder eingeatmet werden. Dasselbe gilt für Universalreiniger und Scheuermilch. Beides beinhaltet Reizpotential. Aufgrund der Tatsache, dass diese Reinigungsmittel nicht versprüht werden, ist das Risiko für Augen und Atemwege gering. Es gibt es einige Küchenreiniger, die diesbezüglich gute Ergebnisse erzielen konnten. Tatsächlich gehört hierzu auch der Testsieger, wenngleich er bei diesem Kriterium nur knapp überzeugen konnte.

Küchenreiniger dieser Marken wurden getestet

Getestet wurden Küchenreiniger von 18 Herstellern. Darunter befanden sich auch einige beliebte Discounter. Unter anderem Edeka, Lidl, Penny und Norma waren vertreten. Aber auch die bekannten Reinigungsmarken durften natürlich nicht fehlen. So war mal wieder Meister Proper am Start. Im Gegensatz zum Badreiniger Test, konnten hier beide getesteten Produkte des Anbieters überzeugen. Aber auch Frosch, Mr Muscle und natürlich Cilit Bang durften nicht fehlen. Gerade der letzten Hersteller hatte allen Grund zur Freude. Sein Produkt war nämlich der Testsieger.

Liste mit Marken:

1
Aldi (Nord)
2
Bref Power
3
Cilit Bang
4
Der General
5
dm
6
Edeka
7
Frosch
8
Lidl
9
Meister Proper
10
Mr Muscle
11
Müller
12
Netto Marken-Discount
13
Norma
14
Penny
15
Rewe
16
Rossmann
17
Sidol
18
Viss

Abwertungen aufgrund besonderer Mängel

Bei bestimmten Produktmängeln wertete Stiftung Warentest ab. Diese wirkten sich entweder auf das Qualitäts- oder Gruppenurteil aus. In diesem Test gab es allerdings nur zwei Abwertungskriterien. Falls das Reinigen befriedigend ausfiel, konnte das Qualitätsurteil höchstens eine halbe Note besser sein. Schnitt das Reinigen gar ausreichend oder schlechter ab, war erst gar kein besseres Qualitätsurteil möglich.

Die Abwertungen gestalteten sich somit wie folgt

1
Reinigen (befriedigend) – Qualitätsurteil höchstens eine halbe Note besser

2
Reinigen (ausreichend oder schlechter) – Kein besseres Qualitätsurteil möglich

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Testabläufe der unterschiedlichen Kriterien

Der Küchenreiniger Test der Stiftung Warentest wurde von aufwendigen Testabläufen geprägt. Gerade die Reinigung wurde auf Herz und Nieren geprüft. Aber auch bei den anderen Testkriterien machte man sich viel Mühe. Mal wieder ein Test, der alle wichtigen Aspekte abdeckt und durch und durch empfehlenswert ist.

Reinigen

Die Reinigungswirkung gegen gealtertes Fett und eingebrannte Bratensoße wurde getestet. Beim Fett wurde ein Gemisch aus drei verschiedenen Speiseölen und Rußpartikeln auf Edelstahlplatten aufgetragen. Dieses Gemisch wurde 3 Stunden lang bei 135 Grad Celsius erhitzt. Bei der Bratensoße wurde diese bei 200 Grad Celsius eingebrannt. Auch das wurde auf Edelstahlplatten durchgeführt. Anschließend wurde die Reinigung mittels eines automatischen Wischgeräts durchgeführt. Dabei wurde von den Testpersonen bewertet, wie viele Wischbewegung zur Reinigung der Platten erforderlich waren bzw. wie das Reinigungsergebnis zu beurteilen ist. Sollten die Küchenreiniger ausloben, dass sie Wiederanschmutzung verhindern, wurde auch das überprüft. Extra hierfür wurde ein weiterer Testdurchlauf durchgeführt, um zu prüfen, ob die Reinigung bei wiederholtem Male besser vonstattenging.

Materialschonung

Um die Materialschonung ermitteln zu können, wurden die Reiniger auf 11 verschiedene Materialien aufgetragen. Darunter fielen unter anderem Kunststoff und Holz. Aber auch Materialien wie beispielsweise Glaskeramik (was ja in Küchen durchaus vorkommen kann), wurden genauestens geprüft. Nach dem Auftragen wurde ermittelt, ob Spuren erkennbar waren. Ebenfalls wurde geprüft, ob die Küchenreiniger Kunststoffe angreifen. Dafür wurden Plastikstäbe aus verschiedenen Kunststoffen in die Küchenreiniger getaucht. Nach einer definierten Zeit wurde überprüft, ob diese Risse aufwiesen.

Umwelt und Gesundheit

Um dieses Kriterium bestmöglich zu prüfen, wurden giftige Stoffe mit Wasser gemischt. Dabei wurde ermittelt, wie viel Wasser benötigt wird, um die toxische Wirkung zu neutralisieren. Auf diese Weise wurde die Gewässerbelastung festgestellt. Ebenfalls wurden der Verpackungsaufwand und die Lesbarkeit der Beschriftung ermittelt. Durch die Haut eines Hühnereis wurde geprüft, ob sich die Küchenreiniger negativ auf die Schleimhäute auswirken. Dieses wurde zum Prüfen verwendet, da dessen Membran der des menschlichen Auges ähnelt. Zur Ermittlung der Urteile kamen Testpersonen zum Einsatz. Ohne diese wären die Testabläufe auch schwer durchführbar gewesen.

Sprüh- und Haftverhalten

Bei diesem Testablauf kamen 5 Experten zum Einsatz. Diese bewerteten das Abfließverhalten und das Sprühbild der Küchenreiniger. Dabei ging es darum wie schnell die Reinigungsmittel von senkrechten Flächen abflossen und wie gleichmäßig sich die Sprays verteilten.